Wenn es drauf ankommt.

Wer haftet, wenn halb Deutschland mitbaut?

Portraitfoto von Mario Ferrero-Fernandez

Mario Ferrero-Fernandez, CBDO

„Auf einer Bahnbaustelle entscheidet im Schadenfall nicht, wer den besten Vertrag hat, sondern wer die Schnittstellen zwischen allen Beteiligten und Versicherern versteht und zusammenhält. Genau da fängt unsere Arbeit erst an.“

Wie bei einer Großbaustelle mit mehreren Handwerkerfirmen im selben Haus: Bricht ein Wasserrohr, ruft erst mal jeder „nicht meine Baustelle“. Im Gleis- und Bahnbau sitzt zusätzlich die Deutsche Bahn mit einer eigenen, weitreichenden Versicherungslösung mit am Tisch.

So hat bauass geholfen:

  1. 1

    Rolle des Kunden klären

    Welche Position nimmt er ein, wer sitzt sonst mit am Tisch?

  2. 2

    Zuständige Deckung identifizieren

    Greift die eigene Betriebshaftpflicht, die DVA-Deckung der Bahn oder eine andere Versicherung?

  3. 3

    Alle Beteiligten koordinieren

    Kunde, Arbeitsgemeinschaft, Planer, Bahn und Versicherer wurden aufeinander abgestimmt.

  4. 4

    Regulierung an die richtige Stelle lenken

    Auch über einen ausländischen Kfz-Haftpflichtversicherer, damit der Fall nicht am eigenen Kunden hängen bleibt.

Die Story dahinter:

Bei einem Bahnbauvorhaben in Süddeutschland verunfallte ein Mitarbeiter des vom Generalunternehmer beauftragten Vermessers auf dem Baustellengelände. Sofort stellten sich zwei Fragen: Welche der vielen Beteiligten haften? Und welche Versicherung trägt den Fall, die eigene Betriebshaftpflicht unseres Kunden oder die der Deutschen Bahn vorgeschaltete DVA-Deckung?

Mario Ferrero-Fernandez hat den Fall von Anfang an persönlich begleitet: Ersteinschätzung, Abstimmung mit Versicherer und DVA, komplettes Schadenmanagement, gemeinsam mit Stefan Brühn, Geschäftsführer der MGW. Als zusätzlich ein Lkw-Brand auf einer benachbarten Landstraße die Bauarbeiten unterbrach, haben wir die Arbeitsgemeinschaft beraten und selbst über den ausländischen Kfz-Haftpflichtversicherer Regulierungsansätze erschlossen.

Die Regulierung blieb nicht an unserem Kunden hängen, sondern kam dort an, wo sie hingehörte, bei maximaler Ausschöpfung der vorhandenen Deckungen. Im Bahnbau haftet eben nicht, wer den besten Vertrag hat, sondern wer die Schnittstellen zuerst durchdringt.

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